[Rezension] Das Mädchen, das nach den Sternen greift von Pep Bras

Ein fesselnder Familienroman vor den traumhaften Kulissen einer brasilianischen Insel und des glamourösen Paris.

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Über das Buch:

Verlag: Insel Taschenbuch (06. Juli 2015)
Seitenzahl: 300
Genre: Gegenwartsroman
ISBN: 978-3-458-36085-8
Coverrechte liegen beim genannten Verlag
Rezensionsexemplar

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Der Inhalt

Sión ist gerade einmal vier Jahre alt, als ein harter Schicksalsschlag ihre ganze Welt verändert. Die sorgenlose und glückliche Zeit auf der paradiesischen Insel Ilhabela vor der Küste Brasiliens ist vorbei. Sión muss sich von dem grünen Dschungel, dem rauschenden Meer und allen ihren Freunden verabschieden, um mit ihrem Vater Joan nach Paris zu reisen.

Im lebhaften und glamourösen Paris leben Sión und Joan unterstützt von dem exzentrischen Hotelier Maurice. Sión lernt ein Leben im Luxus und Reichtum kennen und lieben. Doch als Sión immer erwachsener wird und ihre Leidenschaft zum Puppenspiel entdeckt, ist ihr Glück schon bald wieder in Gefahr…


Meine Meinung

Das Buchcover ist mir sofort positiv an Das Mädchen, das nach den Sternen greift aufgefallen. Bunt, exotisch und wunderschön gestaltet sieht man den brasilianischen Dschungel und farbenfrohen Vögel glänzen vor dem matten Hintergrund. Genauso bildhaft und prachtvoll ist die Sprache mit der der Autor das Geschehen schildert. Direkt befindet sich der Leser auf einer grünen Insel und im lebhaften Paris. Dabei bleibt die Geschichte durchgehend spannend und fesselnd.

Die Charaktere Catarina und Sión sind menschlich und sehr sympathisch gestaltet. Mit dem Vater Joan hatte ich so meine Probleme, da er unglaublich herzlos und mürrisch ist. Aber er wurde auch auf grausame Weise vom Schicksal geprägt und verändert. Doch das Beste an den Charakteren ist, dass der Autor Pep Bras die Geschichte seines Ururgroßvaters Joan Bras erzählt. Mir gefällt der Gedanke, dass die Personen so ähnlich in Wirklichkeit gelebt haben. In dem autobiografisch geprägten Buch wird auch direkt erwähnt, dass Pep Bras die Aufzeichnungen von seinem Vorfahren benutzt hat.

Das Ende ist unerwartet mit einer dramatischen Wendung. Dabei wird es noch einmal richtig spannend. Der Autor fügt an einigen Stellen geschichtliche Bezüge zur damaligen Zeit um 1915 ein. Die Idee aktuelle Ereignisse der Zeit miteinzubauen finde ich gut, jedoch sind diese teilweise zu kompliziert und langatmig geworden.


Fazit

Der autobiografische Familienroman mit geschichtlichen Einflüssen hat mir sehr gut gefallen. In einer bildhaften Sprache erzählt der Autor die spannende Geschichte von Sión und Joan. Die Charaktere sind alle sehr menschlich gestaltet. Jedoch sind mir die geschichtlichen Bezüge teilweise viel zu lang. Ich kann euch das Buch nur empfehlen!

Das Mädchen, das nach den Sternen greift erhält von mir 4 von 5 Herz-Punkten.


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