Hallo ihr Lieben,
morgen am 29. September 2016 ist es soweit und Nebel im August kommt in die Kinos. Der Film des Regisseurs Kai Wessel beruht auf dem gleichnamigen Buch von Robert Domes.
Ich durfte am 26. September bei der Deutschlandpremiere von Nebel im August in der Lichtburg in Essen mit meiner Mutter dabei sein. Vielen Dank dafür noch mal an den cbj Verlag.
Der Film
Die Premiere
Wir kamen genau zu dem Zeitpunkt bei der Lichtburg an, als die Prominenten eintrafen und befanden uns direkt im größten Gedränge um das beste Foto. Anwesend waren Regisseur Kai Wessel, die Darsteller Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, Jule Hermann und Produzent Ulrich Limmer. Leider haben wir verpasst, wie vorher die ungefähr 80 Komparsen aus Warstein über den roten Teppich gelaufen sind. Zum Glück konnten wir unbeschadet neben dem roten Teppich das Kino betreten. Nach einiger Warterei im Eingangsbereich konnte ich dann doch eine Aufnahme der anwesenden Prominenten machen.
Dann hieß es auch schon schnell den Balkon der Lichtburg betreten, wo wir eine freie Platzwahl und einen wunderbaren Ausblick hatten. Ich war vorher noch nicht in der Lichtburg. Ich bin sehr begeistert von der geschmackvollen roten Gestaltung des Kinos und der großen Leinwand. Vor dem Film richtete der Produzent Ulrich Limmer noch das Wort an die Anwesenden und wünschte zwei bewegende Stunden.
Die zweistündige Vorführung ging schnell vorbei und kurz nach 22 Uhr endete der Film in berührtem Schweigen und wurde mit großem Applaus gewürdigt. Ich habe schon lange nicht mehr ein so lautes und bedeutendes Schweigen gehört. Nachdem die Schauspieler und 80 Komparsen aus Warstein auf der Bühne beklatsch wurden und ein großes Gruppenfoto gemacht wurde, fand direkt im Anschluss ein kleiner Empfang statt. Dort ließen meine Mutter und ich den Abend bei einem kleinen Sekt ausklingen.
Meine Meinung zum Film
Der Film Nebel im August schafft es auf ruhige und gefühlvolle Weise das Thema der Euthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus darzustellen. Dabei bleibt der Film durchgehend fesselnd und berührt den Zuschauer auf vielerlei emotionalen Ebenen von Hass, zu Mitgefühl über Trauer und Bestürzung. Mit großartigen Bildern und herausragenden schauspielerischen Leistungen ruft der Film die Krankentötung zu der Zeit in Erinnerung und regt zum Nachdenken über das damalige Unrecht an. Der Film verzichtet gänzlich auf Tötungsszenen und erschafft stattdessen eine bedrückende sowie berührten Atmosphäre durch Dialoge und Andeutungen. Einige humorvolle Szenen verschaffen dem Zuschauer zwischendurch kleine Verschnaufpausen von der bewegenden Thematik. Die kleine Liebesgeschichte zwischen Ernst und Nandl hätte der Film nicht gebraucht, aber dadurch wurde die emotionale Bindung an den Hauptcharakter noch weiter gestärkt.
Die Verfilmung des Jugendbuchs von Robert Domes ist sehr gut gelungen (hier geht es zum Buch). Ich muss gestehen, dass ich das Buch bisher nicht gelesen habe, da ich einmal unvoreingenommen an einen Film herangehen wollte. Das hole ich jedoch aktuell nach und habe direkt nach der Premiere das Buch bestellt. Zu einem Vergleich zwischen Buch und Film werde ich in meiner Buchrezension Genaueres berichten.
Ich hatte nach dem Trailer schon Gänsehaut. Ein Film den ich unbedingt sehen muss.
Wirklich gut, dass dieses Thema endlich aufgegriffen wird. Die meisten Angehörigen dieser Opfer hatten kein Recht auf Entschädigung oder Wiedergutmachung. Sehr traurig…
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Da kann ich dir nur zustimmen: Es ist gut das Thema noch mal in einem Film der Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen. Mich hat der Film sehr berührt und nachdenklich gemacht.
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