[Rezension] Finderlohn von Stephen King

Spannend, abgründig und ein süchtig machendes Lesevergnügen

Finderlohn von Stephen King

Über das Buch:

  • Titel: Finderlohn
  • Autor: Stephen King
  • Seitenzahl: 560
  • Erscheinungstermin: 12. September 2016
  • Preis: Paperback 14,99 €, E-Book 11,99 €
  • ISBN: 978-3-453-43845-3
  • Verlag: Heyne

Bild-Quelle: Heyne


Der_InhaltDie Bücher von John Rothstein gehören zur großen amerikanischen Literatur. Mit „Der Läufer“ und den beiden Fortsetzungen wurde der Autor in den Sechzigern berühmt. Seitdem weigerte Rothstein sich jedoch weitere Texte zu veröffentlichen und zog sich in die Abgeschiedenheit seines Landhauses zurück.

Morris Bellamy ist ein psychopathischer Verehrer des alten Autors, der von der Wut über das Ende von Rothsteins Büchern angetrieben wird. In einer dunklen Nacht überfällt Morris den Autoren, ermordet ihn und stielt eine große Menge Geld sowie unzählige Notizbüchern mit unveröffentlichten Romanen. Bellamy vergräbt seine Beute aus Sicherheitsgründen und landet dummerweise wegen eines anderen Verbrechens lebenslänglich im Knast.

Jahrzehnte später entdeckt der junge Peter Saubers diesen vergrabenen Schatz und verwendet das Geld, um seine Familie aus einer finanziellen Notlage zu helfen. Dann kommt Bellamy aus dem Gefängnis frei und sucht die lang ersehnten Notizbücher. Schnell kommt er Peter auf die Spur und eine grausame Hetzjagd beginnt. Kann der Privatdetektiv Bill Hodges dem Jungen helfen und den Wahnsinnigen stoppen?


Meine_MeinungFinderlohn von Stephen King ist ein unglaublich spannender Thriller mit kriminalistischen Elementen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so spannend wurde die Geschichte. Im typischen King-Schreibstil mit detaillierten Beschreibungen, fließend leicht und extrem packend, zieht die Geschichte den Leser sofort in ihren Bann. Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt: Von Rothstein, über Morris, zu Peter und Bill Hodges. Dadurch erhält der Leser tiefgründige Einblicke in die Gedankenwelt der unterschiedlichsten Charaktere.

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Das Buch ist der zweite Teil der Bill-Hodges-Reihe (nach Mr. Mercedes) und beginnt mit einem neuen Fall für Hodges nachdem er seine Detektei Finders Keepers (so heißt das Buch auch eigentlich im englischen Original) gegründet hat. Hodges tritt jedoch erst sehr spät in die Handlung ein, da es eine lange Vorgeschichte einmal aus der Perspektive von Morris und aus der von Peter gibt. Die lange Vorgeschichte liefert dem Leser Hintergründe und Erklärungen für das Verhalten der einzelnen Protagonisten.

Die Charaktere sind, wie immer bei King, sehr stark und detailliert ausgearbeitet. Jede Person hat ihre Stärken und Schwächen, wodurch sie besonders authentisch auftritt. Der junge intelligente Peter, der alles für seine Familie tut, der alte Detektive Bill mit seinen häufigen Regelverstößen und der verrückte Morris, dessen Handlungen ihn in die menschlichen Abgründe führen. Auch dieses Mal schafft King es, einen authentischen und extrem verrückten Bösewicht zu erschaffen. Gleichzeitig bietet er mit seiner Geschichte eine plausible Erklärung und teilweise Verständnis für die Straftaten von Morris. Wieder einmal bekommt der Leser einen Einblick in die dunkelsten und erschreckendsten Abgründe der Menschen.

Das Buch endet mit einem langen und nervenaufreibenden Finale, indem es um Leben und Tod geht und mich total begeistert hat.


FazitFinderlohn von Stephen King ist der zweite und extrem spannende Teil der Bill-Hodges-Reihe. In dem Thriller mit Krimielementen schreibt King in seinem einzigartigen und brillanten Schreibstil über die dunkelsten Abgründe der Menschen. Die Spannung des Buches schraubt sich immer weiter in die Höhe, um mit einem packenden Showdown zu enden. Ich bin absolut begeistert von Finderlohn und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Für jeden Fan des King-Krimis eine unbedingte Leseempfehlung. 

Finderlohn erhält von mir 5 von 5 Herz-Punkten.

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